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Cloud-Dienste für Unternehmen: AWS, Azure oder Google Cloud?

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen gibt es nicht die eine „beste“ Cloud-Lösung. AWS, Azure und Google Cloud können eine zuverlässige Infrastruktur bereitstellen. Die richtige Wahl hängt jedoch von Ihrer Software, Ihrem Team, Ihren Daten, Ihren Integrationen und der erwarteten Auslastung ab. In vielen Fällen sind die Architektur und die Kostenkontrolle wichtiger als der Name des Anbieters.

Geschäftsführer und IT-Fachkraft besprechen die Cloud-Infrastruktur in einem Büro mit Netzwerkausrüstung und Dokumenten.

Was kaufen Sie mit einem Cloud-Dienst tatsächlich?

Die Cloud ist nicht einfach nur eine „Website auf einem fremden Server“. Sie besteht aus einer Reihe von Diensten: Rechenleistung, Datenbank, Dateispeicher, Backups, Netzwerk, Monitoring, Schutz und Zugriffskontrolle.

Bei einem Online-Shop gibt es beispielsweise eine Anwendung, eine Datenbank mit Produkten und Bestellungen, Bilder, eine Anbindung an einen Zahlungsdienstleister, eine API des Kurierdienstes und Backups. Wenn alles als ein einzelner Server ohne Wiederherstellungsplan eingerichtet ist, macht das Wort „Cloud“ das System allein noch nicht zuverlässig.

Der wichtigste praktische Vorteil besteht darin, dass Sie die Hardware nicht im Voraus kaufen müssen. Sie können mit einer kleineren Konfiguration starten und die Ressourcen bei Wachstum, einer saisonalen Kampagne oder mehr Mitarbeitern erweitern. Das bedeutet jedoch nicht automatisch einen niedrigen Preis. Die Cloud-Kosten müssen geplant und überwacht werden.

Wann lohnt sich die Cloud für ein bulgarisches Unternehmen?

Die Cloud ist eine sinnvolle Wahl, wenn Sie einen Online-Shop, ein CRM, ein ERP, eine mobile App oder ein anderes System haben, auf das Mitarbeiter und Kunden von verschiedenen Orten aus zugreifen. Sie eignet sich auch, wenn sich die Auslastung verändert – etwa rund um Kampagnen, Feiertage oder saisonale Verkäufe.

Für ein Unternehmen mit einigen Computern und einer lokalen Lagerverwaltungssoftware ist die Cloud-Migration nicht unbedingt der erste Schritt. Manchmal sind ein stabiles Netzwerk, zuverlässige Backups und der Austausch veralteter Software wichtiger. Die Übertragung eines problematischen Systems in die Cloud verschiebt das Problem lediglich.

Bei einem ERP-Projekt mit Bestellungen, Lager, Rechnungen, Rollen und Auswertungen erleichtert die Cloud-Infrastruktur den Zugriff aus dem Büro und unterwegs. Im Fallbeispiel für ein ERP für Lager, Verkäufe und Lieferungen wird deutlich, warum zentralisierte Daten wichtig sind: Das Team muss dieselben Informationen nicht zwischen verschiedenen Tabellen und Programmen übertragen.

Worin unterscheiden sich AWS, Azure und Google Cloud?

Alle drei Plattformen bieten virtuelle Server, Datenbanken, Dateispeicher, Netzwerkdienste, Backups, Monitoring und Sicherheitstools. Die Unterschiede liegen im Ökosystem, den verfügbaren Diensten, der Arbeitsweise und der Erfahrung des Teams, das sie betreuen wird.

PlattformGeeignet, wennStärkenWas Sie beachten sollten
AWSSie einen Online-Shop, ein individuelles Websystem oder vielfältige Integrationen habenViele Dienste, ausgereifte Infrastruktur, große Auswahl an ArchitekturenPreise und Konfigurationen können komplex sein
Microsoft AzureDas Unternehmen Microsoft 365, Windows Server, .NET oder eine hybride Infrastruktur nutztGute Integration in Microsoft-Produkte und UnternehmensumgebungenKenntnisse über Identitäten, Lizenzen und hybride Konfigurationen sind erforderlich
Google CloudSie mit großen Datenmengen, Analysen, Kubernetes oder maschinellem Lernen arbeitenLeistungsstarke Tools für Daten, Analysen und moderne AnwendungenNicht jedes kleine Unternehmen benötigt diese Komplexität

Diese Kategorien dienen als Orientierung, nicht als feste Regel. Ein .NET-Online-Shop kann hervorragend auf AWS laufen, und eine Anwendung mit Datenanalyse kann in Azure entwickelt werden. Die Wahl sollte bei den Anforderungen beginnen, nicht bei einer Liste beliebter Dienste.

Welche Plattform ist für einen Online-Shop, ein ERP oder eine Anwendung sinnvoll?

Online-Shop

Für einen Shop sind schnelle Ladezeiten, die Produkt- und Bestelldatenbank, Bilder, Backups sowie die Anbindung an Versanddienstleister und Zahlungsanbieter entscheidend. Die Cloud-Architektur muss Lastspitzen bewältigen können, darf aber nicht dauerhaft für die maximale Kapazität bezahlen.

Bei einem Shop mit Katalog, Nachnahme und automatisch erstellten Versandlabels reichen häufig Standarddienste aus: Anwendung, Datenbank, Objektspeicher, CDN, Monitoring und Backups. Die Details zur Erstellung eines Onlineshops sind auch für die Wahl der Infrastruktur wichtig, denn Integrationen wirken sich auf die Auslastung und den Wartungsaufwand aus.

ERP und CRM

Bei ERP und CRM stehen die Sicherheit der Rollen und Berechtigungen, der Datenzugriff, die Änderungshistorie, automatische Backups und die Wiederherstellung im Fehlerfall im Vordergrund. Es reicht nicht, dass das System über den Browser erreichbar ist. Sie müssen wissen, wer Rechnungen, Lagerbestände, Gehälter und Kundendaten einsehen kann.

Bei einem individuellen System ist eine klare Architektur wichtiger als der Einsatz des neuesten Dienstes eines bestimmten Anbieters. Bei der individuellen Entwicklung eines ERP-Systems muss sich die Cloud-Umgebung an den Abläufen des Unternehmens orientieren, statt sie komplizierter zu machen.

Mobile App und öffentliche Plattform

Eine mobile App nutzt in der Regel eine API, eine Datenbank, Dateien, Benachrichtigungen und ein Administrationspanel. Bei einer Plattform mit vielen gleichzeitig aktiven Nutzern sind Caching, Ratenbegrenzung, Logs und ein Wiederherstellungsplan wichtig. Hier lohnt sich bereits eine detailliertere Architektur mit automatischer Skalierung.

Was kosten Cloud-Dienste?

Es gibt keinen einheitlichen Preis für die „Cloud“. Er hängt von der Anzahl der Anfragen, der Größe der Datenbank, den Dateien, dem ausgehenden Datenverkehr, den Backups, der Entwicklungsumgebung und dem Umfang des Monitorings ab. Die folgenden Spannen sind grobe monatliche Infrastrukturkosten, ohne Entwicklung und laufenden personellen Support.

SzenarioGeschätzte monatliche KostenTypischer Leistungsumfang
Unternehmenswebsite oder kleines internes System20–100 €Anwendung, kleine Datenbank, Dateien, SSL, Backups und grundlegendes Monitoring
Onlineshop mit moderatem Datenverkehr80–400 €Anwendung, verwaltete Datenbank, CDN, Dateien, Backups und Produktionsumgebung
ERP, CRM oder mehrere verbundene Systeme150–1 000 €Leistungsfähigere Datenbank, getrennte Umgebungen, Monitoring, Backups und höherer Datenverkehr
Plattform mit wechselnder oder hoher AuslastungAb 500 €Skalierung, Load-Balancing, Caching, Warteschlangen und erweitertes Monitoring

Die Spannen verändern sich bei vielen Bildern und Videos, hohem ausgehendem Datenverkehr, geografisch verteilten Nutzern, einem Betrieb 24/7, längerer Log-Aufbewahrung oder der Anforderung einer separaten Testumgebung. Auch die Frage, wer die Infrastruktur verwaltet, spielt eine Rolle: Eine schlecht konfigurierte Datenbank oder ein vergessener Testserver kann die Rechnung erhöhen, ohne einen Mehrwert zu liefern.

Prüfen Sie, ob das Angebot Backups, Monitoring, Updates und Reaktionszeiten bei Problemen umfasst. Die günstige monatliche Gebühr ist häufig nur der Preis für den virtuellen Server und nicht für das gesamte laufende System.

Was läuft bei einer Cloud-Migration häufig schief?

  • Der alte Server wird übertragen, ohne die Datenbank, Dateien und Abhängigkeiten zu analysieren.
  • Backups werden eingerichtet, aber niemand prüft, ob sie wiederhergestellt werden können.
  • Mehr Personen als nötig erhalten Zugriff, ohne getrennte Rollen und Multi-Faktor-Authentifizierung.
  • Testumgebungen bleiben dauerhaft aktiviert und verursachen unnötige Kosten.
  • Die Integrationen mit Versanddienstleistern, Zahlungsanbietern, der Buchhaltung oder der Telefonie werden erst nach dem Umzug getestet.
  • Es gibt keinen Verantwortlichen für das Cloud-Konto, die Domains, die Zugangsschlüssel und den Notfallplan.

Für eine Website, einen Shop oder ein ERP sind getrennte Entwicklungs- und Produktionsumgebungen, eine Zugriffskontrolle, zentralisierte Logs und Benachrichtigungen bei ungewöhnlicher Auslastung empfehlenswert. Bei mehr als einem System lohnt es sich außerdem, eine API-Integration zwischen den Softwaresystemen zu planen, statt dass Mitarbeiter Daten manuell kopieren.

Wie wählen Sie Anbieter und Architektur aus?

  1. 01
    Systeme und Auslastung beschreiben

    Führen Sie die Website, den Shop, ERP, CRM, mobilen Apps, Datenbanken, Dateien und externen Dienste auf. Notieren Sie die ungefähre Anzahl der Nutzer, Bestellungen und Dokumente sowie die Zeiten mit Spitzenlast.

  2. 02
    Sicherheitsanforderungen definieren

    Trennen Sie die Rollen, beschreiben Sie, welche Daten sensibel sind, und legen Sie fest, wer Zugriff benötigt. Klären Sie die Aufbewahrungsfristen für Dokumente und Logs.

  3. 03
    Wählen Sie eine Architektur – nicht nur einen Anbieter

    Legen Sie fest, welche Komponenten benötigt werden: Anwendung, verwaltete Datenbank, Dateispeicher, CDN, Backups, Monitoring und Testumgebung. Vermeiden Sie Services, die Sie nicht betreiben können.

  4. 04
    Erstellen Sie einen Migrations- und Rollback-Plan

    Kopieren Sie die Daten zunächst und prüfen Sie sie in einer Testumgebung. Legen Sie fest, wann die kurze Unterbrechung stattfindet, wie das System geprüft wird und wie Sie bei Problemen zur bisherigen Lösung zurückkehren.

  5. 05
    Kosten und Betrieb nach dem Go-live überwachen

    Richten Sie Budgetwarnungen, eine monatliche Überprüfung der Ressourcen, Updates, eine Kontrolle der Backups und Wiederherstellungstests ein. Die Cloud-Infrastruktur ist kein Projekt, das am Tag der Migration abgeschlossen ist.

Was sollte in einem Angebot enthalten sein?

Fordern Sie ein Architekturdiagramm, eine Liste der Services, eine erwartete monatliche Kostenspanne und eine Aufstellung der nicht enthaltenen Leistungen an. Es muss klar sein, wem das Konto gehört, wer Administratorzugriff hat und wie Sie Ihre Daten erhalten, wenn Sie den Partner wechseln.

Prüfen Sie, ob automatische Backups vorhanden sind, wie lange sie aufbewahrt werden und ob die Wiederherstellung getestet wurde. Fragen Sie außerdem nach praktischen Details: Wer wird bei einem Ausfall benachrichtigt, innerhalb welcher Frist wird reagiert und wer trägt bei Lastspitzen die Kosten für zusätzliche Ressourcen?

Vergleichen Sie bei komplexen Lösungen nicht nur die Cloud-Kosten, sondern die Gesamtbetriebskosten: Entwicklung, Lizenzen, Wartung, Monitoring, Migration und die Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter. Manchmal ist eine einfachere Architektur die bessere Geschäftsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist für kleine Unternehmen besser: AWS, Azure oder Google Cloud?

Es gibt keinen allgemeinen Sieger. Wählen Sie die Plattform, die Ihr Team betreiben kann und die sich gut in Ihre bestehende Software, Buchhaltung, Zahlungsabwicklung und Microsoft-Umgebung integrieren lässt, sofern Sie diese nutzen.

Ist die Cloud günstiger als ein eigener Server?

Für ein kleines Unternehmen vermeidet die Cloud häufig die hohe Anfangsinvestition sowie die Kosten für Strom, Kühlung und Ersatzhardware. Bei dauerhaft hoher Auslastung kann eine eigene oder gemietete dedizierte Infrastruktur günstiger sein. Dabei müssen Sie jedoch Wartung und Wiederherstellung im Schadensfall einrechnen.

Sind die Daten in AWS, Azure und Google Cloud sicher?

Die Plattformen bieten leistungsfähige Tools für Verschlüsselung, Identitätsmanagement, Netzwerkschutz und Logs. Die Sicherheit hängt jedoch auch von den Einstellungen, Passwörtern, Rollen, Updates und der Art und Weise ab, wie die Anwendung Daten verarbeitet.

Kann ich ein bestehendes ERP in die Cloud verlagern?

Ja, aber zunächst müssen Technologie, Datenbank, Lizenz, Integrationen und die Arbeitsweise der Benutzer geprüft werden. Manchmal ist es sinnvoller, das System teilweise zu überarbeiten, statt es unverändert zu kopieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist für kleine Unternehmen besser: AWS, Azure oder Google Cloud?
Es gibt keinen allgemeinen Sieger. Wählen Sie die Plattform, die Ihr Team betreiben kann und die sich gut in Ihre bestehende Software und Microsoft-Umgebung integrieren lässt, sofern Sie diese nutzen.
Ist die Cloud günstiger als ein eigener Server?
Die Cloud vermeidet häufig die hohe Anfangsinvestition und die Kosten für Ersatzhardware. Bei dauerhaft hoher Auslastung kann eine eigene oder gemietete dedizierte Infrastruktur günstiger sein, wenn Sie auch die Wartung einrechnen.
Sind die Daten in AWS, Azure und Google Cloud sicher?
Die Plattformen bieten Tools für Verschlüsselung, Identitätsmanagement, Netzwerkschutz und Logs. Die Sicherheit hängt auch von der richtigen Konfiguration, den Rollen, den Updates und der Anwendung selbst ab.
Kann ich ein bestehendes ERP in die Cloud verlagern?
Ja, aber Technologie, Datenbank, Lizenz und Integrationen müssen geprüft werden. Manchmal ist es sinnvoller, das System teilweise zu überarbeiten, statt es unverändert zu kopieren.

Was sollen wir entwickeln?

Sie beschreiben das Projekt, wir senden Fragen und eine Preisspanne zurück, danach folgen Demo und schriftliches Angebot.

Kunden, für die wir gearbeitet haben

  • KMP Build
  • FIX Bulgaria
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